Kontakt
Kieferchirurg München-Bogenhausen, MKG BOGENHAUSEN – Prinz 78

Herbst 2022 – Möglichkeiten der Parodontalchirurgie

Die Parodontitis ist eine chronische Entzündung des Zahnhalteapparates, die durch bakterielle Zahnbeläge verursacht wird. Sie betrifft das Zahnfleisch, das Wurzelzement, die Wurzelhaut und das Zahnfach. Zu den möglichen Symptomen zählen gerötetes, geschwollenes oder zurückgegangenes Zahnfleisch, Zahnfleischbluten oder Mundgeruch. Bleibt die Entzündung unbehandelt, kann sie zum Rückgang von Gewebe und Kieferknochen und zur Lockerung eigentlich gesunder Zähne führen.

Das Ziel der Parodontitisbehandlung ist es, die Tiefe der entstandenen Zahnfleischtaschen zu verringern und die Ausbreitung der Entzündung zu verhindern. Dazu ist eine systematische Reinigung der betroffenen Bereiche, also der Zahnfleischtaschen, erforderlich. Bei einer weit fortgeschrittenen Parodontitis kann es jedoch vorkommen, dass diese systematische Therapie allein nicht ausreicht, um die Entzündung zum Stillstand zu bringen. In solchen Fällen können weiterführende parodontalchirurgische Maßnahmen erforderlich sein.

Parodontalchirurgie: Wiederherstellung von Funktion und Ästhetik

Offene Parodontitisbehandlung (Lappen-OP)

Hierbei öffnen wir das Zahnfleisch vorsichtig, sodass die Wurzeloberflächen auch in der Tiefe effektiv gereinigt werden können. Außerdem entfernen wir bei Bedarf erkranktes Gewebe, bevor wir das Zahnfleisch anschließend wieder an den Zahn anlegen und mit einer feinen Naht schließen.

Knochen- und Geweberegeneration

Bei einer fortgeschrittenen Parodontitis bildet sich das Zahnhaltegewebe mit Zahnzement und Wurzelhaut zurück, sodass die Zähne ihre feste Verankerung verlieren. Zum Aufbau von Zahnfleisch und Bindegewebe werden spezielle Wachstumsenzyme eingesetzt, die gezielt die Regeneration der weichen Gewebeanteile fördern. Auf diese Weise gelingt es meist, das Zahnhaltegewebe wiederaufzubauen und die entsprechenden Zähne zu stabilisieren. Ist es zu Knochenabbau gekommen, kann körpereigener Knochen oder Ersatzmaterial eingefügt werden.

Zahnfleischtransplantation

Im Verlauf einer Parodontitis zieht sich das Zahnfleisch an den betroffenen Stellen zurück. Die möglichen Folgen sind sehr lang wirkende Zähne, empfindliche Zahnhälse und eine erhöhte Kariesanfälligkeit der freiliegenden Bereiche. Von allein ist dieser Zustand nicht mehr zu ändern, ein kleiner chirurgischer Eingriff kann jedoch helfen: Wir entnehmen ein kleines Stück Gewebe, zum Beispiel aus der hinteren Gaumenpartie, und decken die freiliegenden Bereiche damit ab.

Sind Fragen zur Parodontalchirurgie offengeblieben? Wir haben die Antworten darauf.

« Zurück