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Gesunde Zähne strahlen Jugendlichkeit aus und stellen einen wichtigen Teil unserer Persönlichkeit dar. Intakte und ästhetische Zähne sind ein Plus für das eigene Lebensgefühl. Dies wird uns besonders dann klar, wenn uns Zähne fehlen oder der Zahnersatz mit herkömmlichen Brücken und Prothesen Probleme bereitet. Nach teilweisem oder vollständigem Zahnverlust wieder herzhaft zu essen und unbeschwert lachen und sprechen zu können, ist ein erfüllbarer Wunsch.

Seit über 40 Jahren bieten Zahnimplantate die Möglichkeit, Zähne vollwertig und langfristig zu ersetzen. Zahnimplantate sind durch viele klinische Studien wissenschaftlich erforscht und seit Jahrzehnten erfolgreich im zahnmedizinischen Einsatz. Das Implantat übernimmt dabei die Funktion der Zahnwurzel und ersetzt einzelne oder mehrere verloren gegangene Zähne. Alternativ dient es als zuverlässiger Anker für sicheren Sitz von Prothesen im Mund.
Zahnimplantate finden eine immer stärkere Verbreitung und ermöglichen so langfristige Behandlungserfolge mit Erfolgsraten über 95 % - auch noch nach 10 Jahren.

Definition
Das Zahnimplantat ist eine künstliche Zahnwurzel aus Titan, einem hochwertigen Material, das wie körpereigenes Gewebe angenommen wird. Implantate werden mittels High-Tech-Verfahren im Reinraum hergestellt. Die Titanoberfläche wird in speziellen Verfahrensschritten aufgeraut, so dass Mikroporen entstehen, an die sich der Knochen problemlos anlagern kann.
Ein implantat-getragener Zahnersatz besteht aus drei Komponenten:
  • einer künstlichen Wurzel (Implantat), die in unserer Praxis von Dr. Hauck gesetzt wird
  • einem Verbindungsstück (Attachment), welches Ihr Zahnarzt in seiner Praxis fixiert
  • einer künstlichen Zahnkrone bzw. Brücke oder Prothese, die in einem Zahnlabor angefertigt und von Ihrem Zahnarzt in seiner Praxis eingesetzt bzw. befestigt wird
Wir arbeiten mit Implantat-Systemen von Straumann, Camlog, Astra Tech, Friadent Xive, Biomet 3i und Z-Systems.
Behandlungsablauf -> evtl nur Link auf Implantate? Ist identisch??

Vorbereitung
Haben Sie sich für eine Versorgung mit Implantaten entschieden, vereinbaren wir einen Planungstermin, der in der Regel ca. 30 Minuten dauert. Um Ihre derzeitige Biss-Situation zu dokumentieren, fertigen wir Abdrücke beider Kiefer und einen Wachsbiss an. Die Kieferabdrücke dienen später als Vorlage für die Planungsmodelle. Zur genauen Vermessung der Implantat-Region ist es außerdem notwendig, eine aktuelle Röntgenaufnahme anzufertigen. In der Regel röntgen wir mit Hilfe einer im Mund mit Wachs befestigten, kleinen genormten Metallkugel, die nach dem Röntgen wieder entfernt wird. Bei schwierigen Knochen-, Kiefer- oder Biss-Situationen kann auch eine 3D-Planung unumgänglich sein. (-> Link "3D-Implantatplanung")
Es folgt ein ausführliches Aufklärungsgespräch mit dem Implantologen, in dem Sie über Vor- und Nachteile, eventuelle Risiken und den genauen Ablauf der Operation genau aufgeklärt werden. Zum Abschluss erhalten Sie einen Implantations-Aufklärungsbogen, in dem noch einmal alle Informationen für Sie zusammengefasst sind. Diesen sollten Sie in Ruhe aufmerksam durchlesen und unterschrieben zur Operation wieder mitbringen. Er dient als Einverständniserklärung für den geplanten Eingriff, ohne die wir nicht operieren dürfen.

Nach ausführlicher Diagnostik und Behandlungsplanung werden Ihre Planungsmodelle an ein Münchener Zahnlabor übergeben, wo eine individuelle Bohrschablone anhand unserer Planungsvorgaben erstellt wird. Diese benötigen wir für die exakte Positionierung des geplanten Implantates.

Operation
Die Implantation wird ambulant in einem unserer Operationsräume unter örtlicher Betäubung oder auf Wunsch auch unter Analogsedierung (Halbschlafnarkose) oder Vollnarkose durchgeführt. In beiden Fällen läuft der Eingriff weitestgehend identisch ab.

Zu Beginn wird das Operationsgebiet großflächig mit sterilen Tüchern abgedeckt, wobei das Gesicht völlig frei bleibt. Lediglich die Haare und der Halsbereich müssen bedeckt sein. Die Region um den Mund wird nun mit Desinfektionslösung gründlich gereinigt und dann die individuell angefertigte Bohrschablone eingepasst. Nun kann der Chirurg das nähere Operationsgebiet im Mund mittels einer örtlichen Betäubungsspritze (Lokalanästhesie) ausreichend betäuben. Nach der Einwirkzeit beginnt er mit dem Freilegen des Kieferknochens.

Um die Vorbohrung machen zu können, wird erneut die Bohrschablone eingesetzt. Diese markiert nun genau die exakte Position des Implantates. Die Bohrung wird mittels Bohrern mit unterschiedlich geformten Durchmessern und Tiefenstopps auf den geplanten Implantatdurchmesser erweitert, um letztendlich das Implantat einsetzen zu können.
Während der Operation kann es zu möglichen Komplikationen kommen, wie z. B. Blutungen, Nervirritationen, Kieferhöhlenperforationen oder Verletzungen von Nachbarzähnen. Aus diesem Grund ist es ratsam den Eingriff bei einem implantologisch erfahrenen Chirurgen durchführen zu lassen, um das Risiko möglichst gering zu halten.

Zum Abschluss wird die Wunde vernäht. Nach der Operation wird ein Röntgenbild zur Implantatkontrolle angefertigt und der Patient über das Verhalten nach der Operation und mögliche Komplikationen, wie z. B. Blutungen, Schwellungen, Infektionen, Wundschmerzen, Hämatome (Blutergüsse) und Implantatlockerung aufgeklärt.
Der Operateur geht anhand des Röntgenbildes die Operation noch einmal mit dem Patienten durch, bis dieser dann die Praxis verlassen darf. 7 bis 10 Tage nach der Implantation werden die Fäden wieder entfernt.

Einheilung und Nachsorge
In der folgenden Einheilungsphase verwächst der Kieferknochen fest mit dem Implantat und bildet eine sichere Basis für den neuen Zahnersatz. In dieser Zeit erhalten Sie auf Wunsch einen provisorischen herausnehmbaren Zahnersatz. In Einzelfällen, wenn ausreichend eigenes Knochenmaterial vorhanden ist und die Implantat-Verhältnisse stabil sind, kann während der Operation nach dem Setzen des Implantats eine Abdrucknahme für eine festsitzende, provisorische, aber implantat-getragene prothetische Versorgung erfolgen. Die definitive prothetische Versorgung kann dann vier bis sechs Monate später postoperativ erfolgen. Nach abgeschlossener Einheilperiode wird in einem kleinen Eingriff die Verschlusskappe auf dem Implantat gegen einen Zahnfleischformer (Gingivaformer) ausgewechselt, damit sich das Zahnfleisch anlegen kann. Dies ist wichtig für das Ergebnis des Zahnersatzes - je besser das Zahnfleisch anliegt, desto besser sind der Randschluss des Zahnersatzes und das optische Ergebnis. Die Nachsorge bzw. der chirurgische Teil ist nun abgeschlossen und wir übergeben Sie wieder in die Hände Ihres Zahnarztes, der nach circa 1-2 Wochen mit der Anfertigung des Zahnersatzes beginnen kann.

Bitte beachten Sie, dass sich der gesamte Ablauf von Patient zu Patient unterscheidet. Dies hängt von vielen Faktoren ab, wie z. B. der Anzahl der zu setzenden Implantate, dem Knochenangebot sowie von Allgemeinerkrankungen (z. B. Diabetes) und individuellen Verhaltensweisen (Mundhygiene, Nikotinkonsum).



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