Kontakt
Digitale Volumentomographie (DVT)

Sinuslift

Nach der Entfernung eines oder mehrerer Backenzähne nimmt im Zuge der Heilungsphase die Dicke des Oberkieferknochens mehr oder weniger deutlich ab. Der Grund für diese sogenannte Atrophie (Knochenabbau) ist zum einen die fehlende Kaukraftbelastung des Knochens über den Zahnwurzeln und zum anderen der oftmals im Vergleich mit der Umgebung erhöhte Luftdruck in der Kieferhöhle unter körperlicher Belastung, was zu einer Ausdehnung des Kieferhöhlenvolumens nach basal in Richtung des Kieferkammes führen kann. Sind alle Backenzähne entfernt und durch eine auf dem Zahnfleisch aufliegende Prothese ersetzt, so bewirkt der Kaudruck der Prothese auf den Kieferknochen einen zusätzlichen Knochenschwund.

Was heißt eigentlich …?

Zum MKG-Glossar »

Sinuslift beim Kieferchirurgen in München-Bogenhausen

Sinuslift als Basis für eine Implantation

Ohne die Sinuslift-Operation wäre ein Großteil aller implantologischen Eingriffe im Oberkiefer nicht erfolgreich. Dies liegt meist daran, dass das vorgefundene Knochenangebot so gering ist, dass selbst kleine und kurze Implantate keinen ausreichenden Halt finden. Der Eingriff hat zum Ziel, die Knochenschicht des Kieferhöhlenbodens (Sinusboden) zu verdicken, wobei die Kieferhöhlenschleimhaut angehoben wird (engl.: lifting).

Dieses Verfahren wird bei fortgeschrittener Verschmälerung des Kieferkammes zum Kieferhöhlenboden (meist unter vier Millimeter Resthöhe) angewendet. Nach Freilegen der seitlichen Kieferhöhlenwand wird die anhaftende Innenauskleidung (entspricht der Kieferhöhlenschleimhaut) der Kieferhöhle mit größter Vorsicht angehoben, sodass ein Hohlraum entsteht. In diesen Hohlraum geben wir Knochenchips aus Eigenknochen oder Knochenersatzmaterial (Bio-Oss®).

In den folgenden Wochen bzw. Monaten wird dieses Material vom Körper durch neu einwachsenden Knochen ersetzt, sodass insgesamt eine knöcherne Verdickung des Kieferhöhlenbodens entsteht. In diese dann verdickte Knochenschicht setzen wir in einem zweiten Operationsschritt das Implantat ein.

Dieses Verfahren setzt eine Dicke der Schicht des Kieferhöhlenbodens von mindestens vier Millimeter voraus. Wir beginnen mit dem Abklappen des Zahnfleisches und der Zielbohrung mit Hilfe einer Bohrschablone. Mit größter Vorsicht wird das Bohrloch für das spätere Implantatlager bis dicht an die Innenauskleidung der Kieferhöhle erweitert und angehoben. Anschließend füllen wir das Bohrloch mit Knochenchips aus Eigenknochen oder Knochenersatzmaterial (Bio-Oss®).

So kann sich mit Einbringen des Implantats das Material in der Kieferhöhle ausbreiten – das Implantat ist so von ausreichendem Material umgeben. Dieses wird dann in den folgenden Wochen bzw. Monaten vom Körper durch neu einwachsenden Knochen ersetzt.

Haben Sie Fragen zum Sinuslift? Sprechen Sie uns an, wir helfen Ihnen gerne weiter!

Navigation

089-99720001